11. Februar 2016 0 comments

Aktion „Großes Herz!“: Was macht das Herz weit, was erzeugt Enge?

Fastenaktion „7 Wochen ohne“ lädt ein, die eigenen Werte zu hinterfragen

„7 Wochen ohne“, die Fastenaktion der Evangelischen Kirche, ist in dieser Woche wieder gestartet. Für viele Menschen ist sie Anlass, nicht nur auf Materielles zu verzichten, sondern auch einmal die Perspektive zu wechseln, Alltagsroutinen zu hinterfragen und das wirklich Wichtige im Leben zu erspüren. Das diesjährige Motto „Großes Herz! – Sieben Wochen ohne Enge“ fordert uns geradezu auf, uns mit unseren eigenen Werten zu beschäftigen. Wie gut kennen wir sie – und worauf würden wir gerne mehr „Wert“ legen?

Was macht unsere Herzen weit? Wofür machen wir unsere Herzen weit? Wenn etwas von ganzem Herzen kommt, dann geht es um Fülle und Weite, nicht um kleine Sachen. Dinge tun, von denen man zutiefst überzeugt ist. Teilen und Geben ohne Missgunst. Solche Werte und Verhaltensweisen spielen sich auf Bewusstseinsebenen ab, die nicht primär die eigenen Bedürfnisse im Blick haben. Es geht darum, einen Sinn in der Existenz zu finden, etwas in der Welt zu verändern, dem Gemeinwohl zu dienen. Das kann man mit Fug und Recht „groß-herzig“ nennen.

Und was erzeugt Enge? Wenn etwas das Herz eng macht, bedrückt es uns im Inneren und behindert uns nach außen. Der Blick ist auf (potenzielle oder reale) Bedrohungen für unsere Bedürfnisse gerichtet, die nach Sicherheit, Geborgenheit, Liebe, Zugehörigkeit und Zufriedenheit mit uns selbst streben. Doch wenn unsere Werte und Verhaltensweisen von Misstrauen, Angst oder ähnlichem geprägt sind, verzerrt das unsere Wahrnehmung und limitiert unsere Handlungsmöglichkeiten. Das ist im besten Wortsinne „eng-stirnig“.

Lernen Sie Ihre Werte besser kennen

Die eigene Werte-Welt zu verstehen, hilft dabei, sich selbst besser zu verstehen: Was ist meine Passion, wofür brenne ich? Kann ich meine Werte leben, wie kann ich mein Potenzial entfalten?

Machen Sie doch selbst mal einen Test mit dem „Personal Value Assessment“ des Barrett Value Centre. Danach stellen Sie sich diese Fragen:

  • Welches sind meine drei wichtigsten Werte und warum sind sie für mich wichtig?
  • Wann habe ich meinen Werten wirklich entsprochen und an welchem Verhalten war das zu erkennen?
  • Was würde ich tun, wenn andere meine Werte missachten würden?

Dann überlegen Sie, welchen drei Werten Sie in Zukunft gerne mehr Raum in Ihrem Leben einräumen möchten. Fragen Sie sich:

  • Welches Verhalten zahlt auf diese mir wichtigen Werte ein?
  • Womit sollte ich aufhören, um meine Werte besser zu leben?
  • Womit sollte ich anfangen, um meinen Werten mehr Bedeutung in meinem Leben zu verleihen?

Das wäre ein schöner Plan für die nächsten 40 Tage. „Großes Herz! – Sieben Wochen ohne Enge“, ein wirklich guter Denkanstoß.

Von der Persönlichkeitsentwicklung zur Organisationsentwicklung

So wie die persönlichen Werte das eigene Verhalten prägen, funktioniert es auch in Organisationen. Was Vision und Mission damit zu tun haben, wie man die Werte-Kultur eines Unternehmens diagnostiziert und weiterentwickelt und weshalb sich dies auf den Unternehmenserfolg auswirkt, wird immer wieder Thema in diesem Blog sein. Oder informieren Sie sich hier über mein Angebot zur Kulturtransformation und Werte-Entwicklung in Unternehmen.


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