3. November 2016 0 comments

Wie können wir uns die Arbeit NICHT vermiesen? Tag der Wertschätzung widmet sich der Verbundenheit

Weil gegenseitige Wertschätzung so wichtig ist, kann man ihr ruhig mehr Raum widmen. Und so haben die „Heartleaders“, eine Initiative, die mehr Menschlichkeit in Unternehmen bringen will, den jeweils 3. eines Monats zum „Tag der Wertschätzung“ erklärt. An jedem 3. eines Monats regen sie kleine Übungen – „Litte Lessons“ – an, die uns zum Nachdenken bringen und uns unsere innere Haltung als Team vertiefen können.

„Litte Lesson“ für November: Verbundenheit

Thema im November ist „Verbundenheit“. Und die Übung  startet mit drei überraschenden Fragen:

1.
Was kann Ihr(e) Vorgesetzte(r) tun, damit Sie überhaupt keine Lust mehr haben, wiederzukommen und weiter zusammenzuarbeiten?
2.
Was können Sie als Gruppe tun, damit Ihr(e) Vorgesetzte(r) überhaupt keine Lust mehr hat, wiederzukommen und mit Ihnen zusammenzuarbeiten?
3.
Was können Sie untereinander tun, damit Sie als Gruppe keine Lust mehr haben, miteinander weiterzuarbeiten?

Dazu fällt mir gleich etwas ein – bestimmt geht es den meisten so. Zum Beispiel könnte der Vorgesetzte anfangen, ganz autoritär von oben herab zu bestimmen und keinen Wert mehr auf meine Erfahrung und Ideen zu legen. Das würde mir die Lust an der Arbeit gründlich versalzen!

Wir als Gruppe könnten ihm allerdings auch den Spaß vermiesen. Zum Beispiel hinter seinem Rücken ordentlich lästern, nur noch Dienst nach Vorschrift machen, das Mitdenken ausknipsen und mit Schadenfreude zusehen, wie der Karren gegen die Wand fährt. Vielleicht hinterher noch eine Bemerkung in die Richtung „Sie haben es ja so gewollt!“ nachschieben – da fühlt man sich als Chef richtig einsam.

Auch untereinander könnten wir uns das Leben wunderbar schwer machen. Wenn ich keinen mehr grüße, nur noch für mich alleine in die Kantine gehe, keine Informationen weitergebe und streng darauf achte, dass ich nicht zu viel Arbeit abkriege. Ach ja, auch gerne den Kollegen Knüppel zwischen die Beine werfe, wenn es meinem Vorteil dient! Ruckzuck wäre unser Team ein frustrierter und feindseliger Haufen.

Wie froh ich bin, dass dies nur ein Gedankenspiel ist! Die Übung führt drastisch vor Augen, was passiert, wenn die Verbundenheit fehlt: zwischen Chef und Mitarbeitern, zwischen den Mitgliedern eines Teams, zwischen mir und meiner Außenwelt. Verbundenheit ist eines unserer Grundbedürfnisse, sagen die „heartleaders“. Dazuzugehören, gut aufgehoben zu sein, von den anderen wahrgenommen und wertgeschätzt zu werden, diese Sehnsucht haben wir wohl alle.

Wertschätzung schafft Verbundenheit

Deshalb liefert Teil 2 der Übung das Spiegelbild der Betrachtung, und dazu einige Beispiele, wie’s besser gehen könnte:

  • Wie wünschen Sie sich die Zusammenarbeit im Team? (z. B. freundliche, wertschätzende Kommunikation, bewusster Umgang mit der Zeit und Kraft der Kolleg(inn)en…)
  • Was können Sie tun, um die Zusammenarbeit möglich zu machen bzw. den Zusammenhalt zu stärken? (z. B. achtsam miteinander umgehen, pünktlich sein, die geäußerten Bedürfnisse der anderen respektieren…)

Wenn jeder den anderen respektiert und dessen WERT SCHÄTZT – einfach für das, was  der andere ist -, dann entsteht Zugehörigkeitsgefühl, Aufgehobensein und ein Teamgeist, der auf Verbundenheit beruht. In so einer Umgebung arbeite ich dann wirklich gerne!

Eine gute Idee, diese Übung, ich kann sie jedem (Team) empfehlen! Mich macht sie auch neugierig auf den nächsten 3. und auf die „Little Lesson“, die uns die heartleader dann servieren.

 


© 2019 Changemanagement.biz
Back to top